Artikelbild: Fotograf – Rafael Classen – rcphotostock.com (5584) und (21049) (- Model: Ramona Frank (Alias: Ramona Ott)
Ein Rechtskampf gegen die ungefragte Nutzung kreativer Arbeit als KI-Rohstoff
Ich führe diesen Kampf nicht nur für mich. Ich führe ihn für Fotografen, Illustratoren, Designer, Models, Bildagenturen und alle Urheber, deren Arbeit ohne Zustimmung, ohne Transparenz und ohne faire Vergütung in KI-Systeme, Referenzbild-Funktionen, Trainingsdaten und Stockplattformen eingespeist wird.
Es geht um eine Grundsatzfrage:
Darf ein Foto einfach als Referenzbild in eine KI geladen werden, damit daraus neue Bilder entstehen, die anschließend bei Adobe Stock verkauft werden?
Und noch weiter:
Dürfen Plattformen und KI-Unternehmen auf dem Rücken von Urhebern Geld verdienen, während die ursprünglichen Fotografen, Models und Rechteinhaber weder gefragt noch vergütet werden?
Aus meiner Sicht lautet die Antwort: Nein.
Ich will diese Frage nun gerichtlich klären lassen.
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Dieser Rechtsstreit betrifft nicht nur einzelne Bilder. Er betrifft den gesamten professionellen Bildmarkt. Wer als Fotograf, Urheber, Model, Bildagentur, Designer, Journalist oder Unterstützer helfen möchte, kann diesen Kampf finanziell unterstützen.
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Worum es wirklich geht
Ich bin Fotograf und Betreiber von RC-Photo-Stock einer Bildagentur. Seit Jahren produziere ich professionelle Auftragsfotos und Stockbilder für Werbung, PR, redaktionelle Nutzung und kommerzielle Bildlizenzen.
Meine Arbeit besteht nicht nur darin, auf einen Auslöser zu drücken. Professionelle Fotografie bedeutet Planung, Technik, Erfahrung, Licht, Bildidee, Modelle, Verträge, Nachbearbeitung, Rechteklärung und wirtschaftliches Risiko.
Genau diese Arbeit wird durch generative KI wie Adobe Firefly, Midjourney und ChatGPT derzeit massiv entwertet.
Nach meiner Dokumentation werden urheberrechtlich geschützte Bilder als sogenannte Image Prompts oder Referenzbilder in KI-Systeme wie Midjourney geladen. Daraus entstehen neue KI-Bilder. Diese KI-Bilder werden anschließend bei Adobe Stock hochgeladen und dort an Kunden lizenziert.
Der Ablauf sieht nach meiner Dokumentation häufig so aus:
Ein fremdes Foto wird als Image Prompt in Midjourney geladen.
Midjourney erzeugt daraus neue KI-Bildvarianten.
Ein Nutzer wählt eine Variante aus.
Diese Datei wird bei Adobe Stock hochgeladen.
Adobe bietet sie als lizenzierbares Stockbild an.
Kunden kaufen oder lizenzieren das Bild.
Adobe und der Uploader verdienen Geld.
Der ursprüngliche Fotograf erhält nichts.
Das Model wird nicht gefragt.
Die ursprüngliche Bildagentur wird möglicherweise umgangen.
Der Kunde glaubt trotzdem, ein rechtlich sauberes Bild zu erwerben.
Das ist aus meiner Sicht kein technisches Detail. Das ist ein Angriff auf den Markt für professionelle Fotografie.
Was ein Image Prompt ist – und warum das rechtlich so brisant ist
Ein Image Prompt ist nicht bloß eine abstrakte Idee. Es ist ein konkretes Bild, das technisch in einen KI-Erzeugungsprozess eingebracht wird.
Midjourney erklärt selbst, dass Image Prompts verwendet werden können, um Inhalt, Komposition und Farben einer neuen Bilderzeugung zu beeinflussen.
Quelle: https://docs.midjourney.com/hc/en-us/articles/32040250122381-Image-Prompts
Damit wird das Ausgangsbild nicht nur „angesehen“. Es wird als technischer Bestandteil der Bilderzeugung genutzt.
Hier ein beispiel: https://s.mj.run/XDLwe8HYGW0 funny eggs in a row, against the background, minimalism,
photography, super detailed, high Qualityhigh , Cool Color Palette, Bokeh, octane render, Quality
Realistic –ar 3:2 –v 4
Genau diese URL «https://s.mj.run/XDLwe8HYGW0» betrifft den Upload des referenz Bildes, dieses landet bei Midjourney auf dem Server, wird gespeichert, verwertet und für das KI-Training genutzt.
Genau darin liegt aus meiner Sicht der rechtliche Kern: Wenn ein fremdes Foto als Referenzbild verwendet wird, um daraus ein neues wirtschaftlich verwertbares Bild zu erzeugen, ist das keine harmlose Inspiration. Es ist eine Nutzung eines bestehenden Werks. Zumal auf den von mir Dokumentieren Videos Midjourney das Referenz-Bild eins zu eins Kopiert und sogar noch die «Wasserzeichen» der Bildagentur mit reinkopiert und auf neu erzeugten Bilder erzeugt. Teilweise gibt es regelrechte Prompt anweisenungen von Midjourney Usern wie «Remove all watermarkts from the original Image».
Und wenn dieses neue KI-Bild anschließend bei Adobe Stock verkauft wird, wird daraus ein Geschäftsmodell.
Meine Abmahnungen an Adobe im April 2023
Ich habe Adobe bereits 2023 abgemahnt.
Am 25.04.2023 habe ich Adobe wegen zweier KI-generierter Adobe-Stock-Dateien abgemahnt. Es ging um die Adobe-Stock-Asset-IDs 589308618 und 589308679. Nach meiner Dokumentation wurden diese KI-Bilder in Midjourney unter Verwendung eines Renovierungsbildes als Image Prompt erzeugt und anschließend bei Adobe Stock angeboten. In der Abmahnung wurden unter anderem das Ausgangsbild, der Image-Prompt-Link, der Midjourney-Job, die CDN-Ausgabe und die Adobe-Stock-Angebote dokumentiert.
Quelle: https://stock.adobe.com/de/images/renovation-generative-ai/589308618
Quelle: https://stock.adobe.com/de/images/renovation-generative-ai/589308679
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_adobe_stock_engel_ac_renovierung.mp4
Am 27.04.2023 habe ich Adobe erneut abgemahnt. Diesmal ging es um die Adobe-Stock-Asset-ID 585689810, ein KI-generiertes Bild einer modernen hellen Messe- beziehungsweise Hallensituation. Auch hier habe ich dokumentiert, dass ein Ausgangsbild als Image Prompt verwendet worden sein soll und das daraus entstandene KI-Bild anschließend über Adobe Stock angeboten wurde. Die Abmahnung enthält den Image-Prompt-Link, den Midjourney-Job, die CDN-Ausgabe, das Adobe-Stock-Angebot und weitere Abruf-/Partnerseiten.
Quelle: https://stock.adobe.com/de/images/blurred-people-in-a-modern-hall-generative-ai/585689810
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/messe_image_midjourney.mp4
Die Abmahnungen wurden Adobe beziehungsweise den anwaltlichen und internen Kontaktadressen per E-Mail übersandt. Die E-Mail vom 25.04.2023 ging unter anderem an Adobe/CMS/copyright-stock, die E-Mail vom 27.04.2023 ebenfalls.
Ich habe Videos gemacht, damit jeder den Ablauf nachvollziehen kann
Ich habe diese Vorgänge nicht nur behauptet. Ich habe sie dokumentiert.
Ich habe Videos erstellt, in denen man nachvollziehen kann, wie Adobe-Stock-Angebote, Midjourney-Jobs, Image-Prompt-Verweise und Ausgangsbilder zusammenhängen. Diese Videos zeigen aus meiner Sicht genau den problematischen Ablauf: fremdes Ausgangsbild, Image Prompt, KI-Generierung, Adobe-Stock-Angebot.
Eine Auswahl meiner Videodokumentationen:
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/walipix_getty_images.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/motorbike_patrick_adobe_stock_midjourney.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/Midjourney_ronstik_adobe_stock.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_patrick_adobe_stock_motorbike.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_maaree_fte_adobe_stock.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_kackfisch_adobe_stock.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_GHart_adobe_stock.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_digitale_wanderlust_adobe_stock_diana_drubig.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_adriana_adobe_stock.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_adobe_stock_engel_ac_renovierung.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_adobe_stock_borin.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_adobe_stock_artofinnovation.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/midjourney_01.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/messe_image_midjourney.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/kneschke_walipix_neu_midjourney.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/kneschke_image_midjourney.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/istock_image_midjourney.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/adobe_stock_not_work_generated_with_ai.mp4
Quelle: https://www.rclassen-layouts.de/video/adobe_stock_anbieter_patrick.mp4
Das Videoverzeichnis wurde von mir zusammengestellt und anwaltlich zur Prüfung weitergegeben. Ebenfalls wurden diese an Adobe geschickt und deren Rechtsvertretung, man hat also Aktiv Kenntnis vom Sachverhalt sei Jahren.
Nach meiner Dokumentation ist das kein Einzelfall
Ich sehe hier kein isoliertes Versehen. Ich sehe ein strukturelles Problem.
Ich habe mehrere Fälle dokumentiert, bei denen nach meiner Prüfung Adobe-Stock-Angebote, Midjourney-Jobs, Image-Prompt-Links und fremde Ausgangsbilder zusammenhängen.
Ein Beispiel betrifft den Adobe-Stock-Anbieter GHart. Dort wurde ein KI-generiertes Oster-Eier-Bild bei Adobe Stock angeboten. Die Dokumentation zeigt einen Midjourney-Job mit Image Prompt. Der Prompt verweist nach meiner Dokumentation auf ein Bild, das von einem Shutterstock-Anbieter stammt.
Quelle: https://stock.adobe.com/images/funny-easter-eggs-easter-concept-generative/576433862
Quelle: https://www.midjourney.com/app/users/13c00979-d933-46aa-9300-287dadc69d37/?jobId=06a0f674-518d-4f65-adea-9b7eec251f3b
Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/easter-holiday-concept-cute-handmade-eggs-591503642
Ein weiteres Beispiel betrifft den Adobe-Stock-Anbieter 50photography. Auch dort dokumentieren meine Unterlagen ein Adobe-Stock-Angebot, einen Midjourney-Job, einen Image Prompt und einen Verweis auf ein Shutterstock-Ausgangsbild.
Quelle: https://stock.adobe.com/images/Two-engineers-in-yellow-helmets-and-high-visibility-vests-looking-at-the-empty-f/586356783
Quelle: https://www.midjourney.com/app/users/b0f70247-1797-4a7d-8183-8156ba627098/?jobId=7c4e2e9f-fbac-4558-8df9-a61959a3261d
Quelle: https://www.shutterstock.com/image-photo/engineersoil-workers-industrial-facility-1431272600
Ein weiterer dokumentierter Fall betrifft Walipix. Dort wurde ein Adobe-Stock-Bild mit der Asset-ID 590080283 dokumentiert. Der zugehörige Midjourney-Prompt enthielt nach meiner Dokumentation einen Image-Prompt-Link, der auf ein Dreamstime-Bild von Robert Kneschke verweist. In der Dokumentation ist außerdem ein Downloadstand vermerkt.
Quelle: https://stock.adobe.com/de/images/blurred-people-in-a-modern-corridor-generative-ai/590080283
Quelle: https://www.midjourney.com/app/users/66bf148a-a8c5-45c5-a521-87a69a200480/?jobId=bc721072-47e0-491f-ba31-3be32b238d67
Quelle: https://www.dreamstime.com/many-people-as-crowd-business-people-trade-fair-many-people-as-crowd-business-people-go-to-trade-fair-conference-image174418520
Videobeweis: https://www.rclassen-layouts.de/video/kneschke_image_midjourney.mp4
Ein weiterer Fall betrifft Engel.ac. Dort wurde ein Adobe-Stock-Angebot zu einer Supernova-Darstellung dokumentiert. Der Midjourney-Prompt verweist nach meiner Dokumentation auf ein iStock-Ausgangsbild.
Quelle: https://stock.adobe.com/images/a-supernova-star-explosion-generative-ai/583982975
Quelle: https://www.midjourney.com/app/users/66bf148a-a8c5-45c5-a521-87a69a200480/?jobId=e31449b7-2977-418b-8d17-e3156413232c
Quelle: https://www.istockphoto.com/de/foto/planeten-und-sterne-explosion-gm121696350-17114961
Videobeweis: https://www.rclassen-layouts.de/video/walipix_getty_images.mp4
Ein weiterer Fall betrifft den Anbieter Patrick. Dort wurde ein Adobe-Stock-Motorradbild dokumentiert. Der Midjourney-Prompt verweist nach meiner Dokumentation auf ein Ausgangsbild aus dem Umfeld von RC-Photo-Stock.
Quelle: https://stock.adobe.com/de/images/motorbike-on-the-mountain-asphalt-road-riding-at-daytime-generative-ai/585892334
Quelle: https://www.midjourney.com/app/users/9f5b9cf3-94dd-405a-a789-15ffc66aa897/?jobId=40ce7568-f5f3-4bd2-b570-994e3611eb44
Quelle: https://rcphotostock.com/stock-photo/motorbike-on-the-road-riding-having-fun-riding-the-empty-road-on-a-motorcycle-tour-journey-15884.html
Videobweis: https://www.rclassen-layouts.de/video/adobe_stock_anbieter_patrick.mp4
Aus meiner Sicht zeigen diese Fälle ein Muster: Fremde Bilder werden als KI-Referenzen verwendet, daraus entstehen neue KI-Bilder, und diese werden anschließend wieder als lizenzierbare Stockbilder verkauft.
Es geht auch um Bilder mit echten Menschen und Model Releases
Besonders problematisch wird es bei Bildern mit erkennbaren Menschen.
Viele Stockbilder entstehen mit Models. Diese Menschen stellen sich für ein konkretes Shooting zur Verfügung. Sie unterschreiben ein Model Release, damit ein bestimmtes Bild für bestimmte kommerzielle Zwecke lizenziert werden kann.
Aber haben diese Menschen auch zugestimmt, dass ihr Bild als Referenzmaterial für KI-Systeme verwendet wird?
Haben sie zugestimmt, dass aus ihrem Gesicht, ihrem Körper, ihrer Haltung oder ihrer Bildsituation neue KI-Bilder erzeugt werden?
Haben sie zugestimmt, dass diese KI-Bilder anschließend auf Adobe Stock verkauft werden?
Und haben sie zugestimmt, dass solche KI-Bilder möglicherweise wiederum in Trainings-, Moderations-, Such-, Ranking- oder Firefly-Datenprozesse einfließen?
Genau das muss aus meiner Sicht gerichtlich geklärt werden.
Adobe selbst erklärt, dass bei generativen KI-Inhalten, die eine identifizierbare Person darstellen, auf einer identifizierbaren Person beruhen oder eine solche Person darstellen sollen, ein Model Release erforderlich ist. Adobe nennt ausdrücklich auch den Fall, dass ein Foto oder Video einer realen Person als Prompt hochgeladen wird.
Quelle: https://helpx.adobe.com/stock/contributor/help/generative-ai-content.html.
Adobe beschreibt ein Model Release allgemein als schriftliche Vereinbarung, mit der eine abgebildete Person die Veröffentlichung oder kommerzielle Nutzung ihres Bildes erlaubt.
Quelle: https://helpx.adobe.com/stock/contributor/help/model-release.html.
Auch Getty Images/iStock verlangt nach eigenen Contributor-Informationen grundsätzlich Model oder Property Releases, wenn Inhalte erkennbare Menschen oder geschützte Objekte enthalten.
Quelle: https://contributors.gettyimages.com/article/3069.
Nach § 22 KunstUrhG dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__22.html.
Damit geht es nicht nur um Fotografen. Es geht auch um Models, um deren Persönlichkeitsrechte, um Einwilligungen und um die Frage, ob ein klassisches Model Release jemals eine spätere KI-Referenznutzung abdeckt.
Aus meiner Sicht ist das einer der gefährlichsten Punkte: Menschen, die sich für ein einzelnes Stockshooting zur Verfügung gestellt haben, könnten plötzlich Teil eines KI-Verwertungskreislaufs werden, den sie nie gewollt und nie erlaubt haben.
Warum greifen Getty, Depositphotos, Shutterstock, Dreamstime und andere Bildagenturen nicht konsequenter ein?
Eine Frage beschäftigt mich besonders:
Warum gehen Bildagenturen nicht viel konsequenter gegen diese Praxis vor?
Wenn Bilder aus Getty Images, iStock, Depositphotos, Dreamstime, Shutterstock oder anderen Agenturen als Image Prompts verwendet werden und daraus KI-Bilder entstehen, die anschließend bei Adobe Stock verkauft werden, betrifft das nicht nur einzelne Fotografen. Es betrifft auch die Agenturen selbst.
Diese Agenturen verkaufen Originalbilder. Sie vertreten Fotografen. Sie verwalten Model Releases. Sie kümmern sich um Lizenzketten. Sie verdienen an den Bildern ihrer Anbieter.
Wenn aus diesen Bildern KI-Konkurrenzprodukte erzeugt und auf Adobe Stock verkauft werden, müssten eigentlich auch die Agenturen ein massives Interesse daran haben, dagegen vorzugehen.
In meiner eigenen Dokumentation finden sich Beispiele mit Shutterstock-, Dreamstime-, iStock- und RC-Photo-Stock-Ausgangsbildern.
Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/easter-holiday-concept-cute-handmade-eggs-591503642
Quelle: https://www.shutterstock.com/image-photo/engineersoil-workers-industrial-facility-1431272600
Quelle: https://www.dreamstime.com/many-people-as-crowd-business-people-trade-fair-many-people-as-crowd-business-people-go-to-trade-fair-conference-image174418520
Quelle: https://www.istockphoto.com/de/foto/planeten-und-sterne-explosion-gm121696350-17114961
Quelle: https://rcphotostock.com/stock-photo/motorbike-on-the-road-riding-having-fun-riding-the-empty-road-on-a-motorcycle-tour-journey-15884.html
Wenn solche Abläufe möglich sind, stellt sich aus meiner Sicht eine einfache Frage:
Warum lassen große Bildagenturen ihre Fotografen und Models mit diesem Problem allein?
Ich frage mich auch: Warum tolerieren Agenturen es, wenn Bilder, die bei ihnen exklusiv oder regulär angeboten werden, als KI-Referenzmaterial verwendet werden und daraus neue KI-Bilder entstehen, die bei einer Konkurrenzplattform wie Adobe Stock verkauft werden?
Hier geht es nicht um abstrakte KI-Politik. Hier geht es um konkrete Marktverdrängung.
Originalbild einer Agentur.
Image Prompt bei Midjourney.
KI-Variante.
Upload bei Adobe Stock.
Verkauf an Adobe-Kunden.
Erlös für Adobe und den Uploader.
Kein Erlös für den ursprünglichen Fotografen.
Keine Information an das Model.
Keine Vergütung der ursprünglichen Agentur.
Das kann aus meiner Sicht nicht der neue Normalzustand der Bildbranche sein.
Getty klagt gegen Stability AI – aber was ist mit Adobe Stock?
Fairerweise muss man sagen: Getty Images ist nicht untätig.
Getty Images hat Stability AI verklagt. Im Vereinigten Königreich gab es dazu ein umfangreiches Verfahren. Getty erklärte nach dem Urteil vom 04.11.2025, dass das Gericht unter anderem eine Markenrechtsverletzung durch Stable-Diffusion-Outputs mit Getty-Wasserzeichen festgestellt habe. Gleichzeitig blieb die große urheberrechtliche Grundsatzfrage zum KI-Training im britischen Verfahren nur begrenzt geklärt, weil zentrale Copyright-Teile im Prozessverlauf eingeschränkt wurden.
Quelle: https://newsroom.gettyimages.com/en/getty-images/getty-images-issues-statement-on-ruling-in-stability-ai-uk-litigation.
Quelle: https://www.judiciary.uk/wp-content/uploads/2025/11/Getty-Images-v-Stability-AI.pdf.
Quelle: https://www.reuters.com/sustainability/boards-policy-regulation/getty-images-largely-loses-landmark-uk-lawsuit-over-ai-image-generator-2025-11-04/.
In den USA ist ebenfalls ein Getty-Verfahren gegen Stability AI öffentlich sichtbar.
Quelle: https://www.courtlistener.com/docket/71112094/getty-images-us-inc-v-stability-ai-ltd/.
Aber meine Frage bleibt:
Warum sehen wir nicht eine ebenso klare, öffentliche und konsequente Auseinandersetzung mit der Frage, ob KI-generierte Bilder, die auf Getty-, iStock-, Depositphotos-, Dreamstime-, Shutterstock- oder anderen Agenturbildern beruhen, anschließend bei einer Konkurrenzplattform wie Adobe Stock verkauft werden?
Denn das ist ein anderer Sachverhalt als abstraktes KI-Training.
Hier geht es nicht nur darum, ob ein KI-Modell irgendwo mit Millionen Bildern trainiert wurde. Hier geht es um eine konkrete Verwertungskette:
Ein bestimmtes Foto wird als Image Prompt verwendet.
Ein bestimmtes KI-Bild wird daraus erzeugt.
Dieses KI-Bild wird auf Adobe Stock verkauft.
Adobe verdient daran.
Der Uploader verdient daran.
Der ursprüngliche Fotograf und das Model gehen leer aus.
Das ist aus meiner Sicht eine Grundsatzfrage für alle Bildagenturen.
Sind Bildagenturen selbst in einem Interessenkonflikt?
Es gibt noch einen Punkt, der offen ausgesprochen werden muss:
Viele Bildagenturen sind inzwischen selbst Teil des KI-Datenmarktes.
Reuters berichtete 2024 über einen wachsenden Markt für KI-Trainingsdaten. Danach habe Freepik mit zwei großen Tech-Unternehmen Vereinbarungen geschlossen, um den Großteil eines Archivs von 200 Millionen Bildern für 2 bis 4 Cent pro Bild zu lizenzieren.
TechCrunch berichtete 2024, dass EyeEm nach der Übernahme durch Freepik Nutzerfotos zum Training von KI-Modellen lizenzieren wolle, sofern Nutzer ihre Bilder nicht löschen.
Heise berichtete ebenfalls über EyeEm und die Frage, dass Nutzer ihre Fotos löschen müssten, wenn sie nicht wollten, dass diese zu Trainingsmaterial für KI werden.
Quelle: https://www.heise.de/en/news/EyeEm-Fotos-loeschen-sonst-KI-Training-9701302.html.
Getty Images hat selbst ein generatives KI-Tool vorgestellt, das nach Getty-Angaben ausschließlich auf der Getty-Images-Bibliothek trainiert wurde und kommerziell abgesichert sein soll.
Getty bewirbt inzwischen auch Funktionen, bei denen Referenzbilder zur Steuerung bestimmter Bildgenerierungen verwendet werden können, etwa eigene Bilder oder bereits lizenzierte Getty-Bilder.
Quelle: https://www.gettyimages.com/ai.
Das zeigt aus meiner Sicht: Der Markt ist nicht sauber in „gute Bildagenturen“ und „böse KI-Firmen“ getrennt. Viele Akteure kämpfen einerseits gegen unlizenzierte KI-Nutzung, verdienen andererseits aber selbst an KI-Lizenzen, Trainingsdaten oder eigenen KI-Produkten.
Genau deshalb braucht es eine gerichtliche Grundsatzklärung.
Wenn Bildagenturen selbst Geld mit KI-Daten verdienen, während einzelne Fotografen kaum Kontrolle haben, entsteht ein massives Machtgefälle.
Die Urheber liefern die Bilder.
Die Plattformen kontrollieren die Daten.
Die KI-Unternehmen bauen daraus neue Produkte.
Und am Ende konkurrieren Fotografen gegen KI-Bilder, die aus ihrem eigenen Markt, ihren eigenen Werken und teilweise ihren eigenen Models entstanden sind.
Adobe verbietet genau das – und trotzdem passiert es
Besonders wichtig ist: Adobe kennt das Problem nach meiner Auffassung selbst.
Adobe schreibt in seinen eigenen Richtlinien für generative KI-Inhalte, dass Contributor keine Bilder, Vektoren oder Videos als Parameter für generative KI-Prompts verwenden sollen, wenn sie daran keine Rechte haben.
Quelle: https://helpx.adobe.com/stock/contributor/help/generative-ai-content.html.
Adobe schreibt außerdem in seinen IP-Guidelines, dass Adobe Stock keine Inhalte erlaubt, die Rechte des geistigen Eigentums verletzen. Dazu gehören insbesondere Urheberrechte, Markenrechte und vergleichbare Rechte.
Quelle: https://helpx.adobe.com/stock/contributor/help/ip-guidelines.html.
Nach meiner Dokumentation ist aber genau das passiert: Fremde Bilder wurden als Referenzbilder beziehungsweise Image Prompts verwendet, daraus wurden KI-Bilder erstellt, und diese KI-Bilder wurden anschließend über Adobe Stock verkauft.
Aus meiner Sicht ist das kein ausreichender Schutzmechanismus.
Eine Checkbox des Uploaders ersetzt keine echte Rechteprüfung. Wenn Adobe KI-Bilder als rechtlich nutzbare Stockbilder verkauft, dann muss Adobe auch sicherstellen können, dass diese Bilder nicht auf fremden Werken beruhen.
Wenn Adobe das nicht zuverlässig prüfen kann, darf Adobe aus meiner Sicht nicht so tun, als sei alles rechtlich sauber. Zumal ja meine Abmahnungen nur das ist was bekannt ist. Wieviel hier im Dunkeln noch vorhanden ist, ist teilweise gar nicht zu ermessen!
Adobe Stock, Firefly und der mögliche Trainingskreislauf
Noch brisanter wird es durch Adobe Firefly.
Adobe erklärt selbst, dass aktuelle Firefly-Modelle auf lizenzierten Inhalten wie Adobe Stock sowie auf gemeinfreien Inhalten trainiert wurden.
Quelle: https://helpx.adobe.com/firefly/web/get-started/learn-the-basics/adobe-firefly-faq.html.
Adobe führt außerdem eine eigene Firefly-FAQ für Adobe-Stock-Contributors. Dort geht es unter anderem um den Firefly Contributor Bonus und darum, dass Adobe-Stock-Inhalte für Firefly-Training berücksichtigt werden können.
Quelle: https://helpx.adobe.com/stock/contributor/help/firefly-faq-for-adobe-stock-contributors.html.
Öffentlich wurde zudem berichtet, dass Adobe Firefly auch mit KI-generierten Bildern trainiert wurde, darunter Bildern aus anderen KI-Systemen wie Midjourney. Entrepreneur berichtete unter Berufung auf Bloomberg, Adobe habe erklärt, etwa 5 % der Firefly-Trainingsbilder seien KI-Bilder anderer Plattformen gewesen. The Decoder berichtete ebenfalls, solche KI-Bilder seien über Adobe Stock in Firefly-Training gelangt.
Quelle: https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-04-12/adobe-s-ai-firefly-used-ai-generated-images-from-rivals-for-training
Quelle: https://www.entrepreneur.com/business-news/adobes-firefly-ai-image-generator-partly-trained-with-ai/472622
Quelle: https://the-decoder.com/adobe-trained-its-ai-image-generator-on-midjourney-images-but-its-complicated/
Damit stellt sich eine zentrale Frage:
Was passiert, wenn KI-Bilder, die ihrerseits auf fremden Referenzbildern beruhen, bei Adobe Stock landen – und Adobe Stock wiederum als Trainingsquelle für Adobe Firefly dient?
Dann entsteht aus meiner Sicht ein gefährlicher Kreislauf:
Fremdes Foto.
Image Prompt bei Midjourney.
KI-Bild.
Upload bei Adobe Stock.
Verkauf an Adobe-Kunden.
Mögliche Berücksichtigung in Adobe-Firefly-Datenprozessen.
Neue KI-Bilder.
Noch mehr Konkurrenz gegen die ursprünglichen Urheber.
Ich behaupte nicht, dass ich als Außenstehender jede einzelne interne Firefly-Datenverwendung beweisen kann. Genau das ist ja das Problem.
Adobe allein weiß, welche Assets, Vorschauen, Metadaten, Prompts oder KI-Bilder in welchen Datenprozessen berücksichtigt wurden.
Deshalb will ich Auskunft.
Adobe hat intern reagiert – aber nicht transparent gegenüber den betroffenen Urhebern
Nach meiner Kenntnis hat Adobe intern durchaus reagiert.
Mir liegen E-Mails vor, die Adobe an den Anbieter David J. / Engel.ac geschickt hat. Darin fragte Adobe nach der Entstehung bestimmter Dateien, nach generativer KI und nach Prompts.

Später wurde der Anbieter-Account nach meiner Kenntnis zunächst blockiert beziehungsweise überprüft.

Das ist aus meiner Sicht entscheidend: Adobe wusste also nicht nur abstrakt, dass es ein Problem geben könnte. Adobe hat konkret nach Image Prompts gefragt.
Trotzdem wurden die betroffenen Urheber aus meiner Sicht nicht systematisch informiert.
Am 15.04.2025 habe ich Adobe erneut angeschrieben, nachdem mir bekannt wurde, dass Adobe offenbar 15 Inhalte aus dem Portfolio von David J. Engel entfernt hatte.

Ich fragte unter anderem, warum diese Inhalte entfernt wurden, ob dabei Werke Dritter oder Werke aus meinem Portfolio als Ausgangsmaterial identifiziert oder vermutet wurden und warum nicht bereits 2023 umfassend gehandelt wurde.
Bis heute fehlt mir aus meiner Sicht eine vollständige, transparente und belastbare Aufarbeitung.
Ich habe auch Adobe via E-mail mitgeteilt und deren Anwälte das bei midjourney Bilder von anderen Fotografen und Stockanbietern wie Alexander Kirch, Robert Kneschke und Diana Drubig verwendet wurde. Ob diese darüber informiert wurden kann ich nicht sagen. Warum hier auch nicht kommuniziert wurde, dass genau mit diesen Bildern ja verkaufserlöse erzielt wurden oder ausgezahlt ist mir schleierhaft.
Mehrere Presseanfragen blieben unbeantwortet
Ich habe zu diesen Vorgängen mehrfach Presseanfragen gestellt beziehungsweise versucht, eine öffentliche Stellungnahme zu erhalten.
Nach meinem Stand blieben diese Anfragen bis heute unbeantwortet.
Das ist bedauerlich, denn es geht hier nicht nur um meinen Einzelfall. Es geht um Fotografen, Models, Bildagenturen, Kunden und den gesamten Markt für lizenzierte Bilder.
Wenn ein Kunde ein Bild bei Adobe Stock kauft, geht er davon aus, ein rechtlich nutzbares Bild zu erhalten. Wenn dieses Bild aber auf einem fremden Foto basiert, das ohne Zustimmung als Image Prompt verwendet wurde, entsteht ein Risiko für alle Beteiligten.
Für den ursprünglichen Fotografen.
Für das Model.
Für die ursprüngliche Bildagentur.
Für den Kunden.
Und letztlich für die Glaubwürdigkeit des gesamten Stockmarktes.
Rechtlich geht es um mehr als „KI darf alles“
Oft wird so getan, als sei KI ein rechtsfreier Raum. Das ist falsch.
Das deutsche Urheberrecht schützt unter anderem das Vervielfältigungsrecht, das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung, Bearbeitungen und Umgestaltungen, Urheberpersönlichkeitsrechte sowie Ansprüche auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/.
Natürlich gibt es Diskussionen über Text-and-Data-Mining und gesetzliche Schranken. Das Verfahren Kneschke gegen LAION wurde vom OLG Hamburg im Dezember 2025 im Kontext von Text-and-Data-Mining beziehungsweise Datensatzerstellung entschieden. Diese Rechtsprechung betrifft nach meinem Verständnis aber nicht denselben Sachverhalt wie mein Fall.
Quelle: https://www.landesrecht-hamburg.de/bsha/document/NJRE001628040.
Quelle: https://www.recht-im-internet.de/presseanfragen/pressemeldung-laion.
Mein Fall ist aus meiner Sicht anders.
Hier geht es nicht nur um abstraktes Data Mining. Hier geht es um die konkrete Verwendung eines konkreten Fotos als Image Prompt, die konkrete Erzeugung neuer KI-Bilder und die konkrete kommerzielle Verwertung bei Adobe Stock.
Auch Plattformen können nach konkreten Hinweisen Pflichten treffen. Der Bundesgerichtshof hat in der Entscheidung „Manhattan Bridge“ klargestellt, dass Online-Marktplätze nach einem klaren Hinweis auf eine Urheberrechtsverletzung im technisch und wirtschaftlich Zumutbaren auch gleichartige Verletzungen prüfen und rechtsverletzende Inhalte sperren oder löschen müssen.
Quelle: https://datenbank.nwb.de/Dokument/1055605/.
Auch der Digital Services Act sieht Notice-and-Action-Mechanismen vor. Hostingdienste müssen Mechanismen bereitstellen, mit denen rechtswidrige Inhalte gemeldet werden können; bei hinreichend begründeten Meldungen entstehen Prüf- und Handlungspflichten.
Quelle: https://www.eu-digital-services-act.com/Digital_Services_Act_Article_16.html.
Aus meiner Sicht bedeutet das: Spätestens nach meinen Abmahnungen vom April 2023 durfte Adobe nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Adobe hätte nicht nur einzelne Dateien entfernen dürfen. Adobe hätte gleichartige Fälle prüfen müssen: gleiche Anbieter, gleiche Midjourney-Accounts, gleiche Image-Prompt-Strukturen, gleiche Referenzbilder, gleiche Job-IDs und ähnliche KI-Varianten.
Wenn Adobe das nicht zuverlässig kann, ist genau das Teil des Problems.
Die Frage ist auch wie viele KI-Bilder sind den mit meinen Bildern als ausgangsmaterial erzeugt und Trainiert wurden? Adobe kann das Definitiv nicht Prüfen wie auch? Wie soll das Funktionieren? und genau da ist das Problem wenn ich mit dingen Massenhaft Geld verdiene die auf Werken dritter basieren kann ich nicht ernsthaft von mir behaupten ich bin rechtlich auf der sicheren Seite und suggeriere genau diese Rechtssicherheit Potenziellen Kunden, die ich definitiv und nachweislich eben nicht habe.
Warum das für Fotografen existenzbedrohend ist
Fotografen investieren Zeit, Geld, Erfahrung, Technik, Reisen, Modelle, Requisiten, Nachbearbeitung und jahrelanges Know-how in ihre Bilder.
Wenn diese Bilder anschließend von Dritten in KI-Systeme geladen werden, um daraus neue Bilder zu erzeugen, entsteht ein massiver Schaden.
Der ursprüngliche Urheber verliert nicht nur Kontrolle über sein Werk. Er konkurriert anschließend mit KI-Bildern, die aus seiner eigenen Arbeit entstanden sind.
Das ist, als würde man einem Fotografen sein Bild wegnehmen, es in eine Maschine werfen und anschließend die maschinell erzeugte Variante billiger auf derselben Plattform verkaufen.
Adobe verdient an Stocklizenzen.
Die Uploader verdienen an KI-Uploads.
KI-Systeme profitieren von der Verwertbarkeit der Bilder.
Kunden erhalten scheinbar rechtlich nutzbare Inhalte.
Nur der ursprüngliche Urheber bekommt nichts.
Aus meiner Sicht verdienen Unternehmen damit Geld auf dem Rücken der Urheber.
Warum ich eine gerichtliche Grundsatzklärung will
Ich will nicht nur wissen, ob Adobe in meinem Fall einzelne Bilder löschen muss.
Ich will gerichtlich klären lassen:
Dürfen urheberrechtlich geschützte Fotos ohne Zustimmung als Image Prompts für KI-Bilder verwendet werden?
Sind daraus erzeugte KI-Bilder unzulässige Bearbeitungen oder rechtswidrige Vervielfältigungen?
Haftet Adobe, wenn solche KI-Bilder über Adobe Stock öffentlich zugänglich gemacht, zum Download bereitgestellt und an Kunden lizenziert werden?
Welche Prüfpflichten hat Adobe nach konkreten Abmahnungen?
Muss Adobe nur einzelne gemeldete Bilder entfernen – oder auch gleichartige Fälle prüfen?
Muss Adobe offenlegen, welche Downloads, Lizenzierungen und Erlöse mit solchen Bildern erzielt wurden?
Muss Adobe offenlegen, ob betroffene Bilder, Vorschauen, Metadaten, Prompts oder KI-Varianten in Firefly oder andere Adobe-Datenprozesse eingeflossen sind?
Was passiert mit Bildern von echten Menschen, wenn diese als KI-Referenzmaterial verwendet werden?
Reicht ein klassisches Model Release für eine KI-Referenznutzung überhaupt aus?
Warum werden Fotografen und Models nicht informiert, wenn ihre Werke oder Bildnisse als Grundlage für KI-Bilder verwendet wurden?
Und warum greifen große Bildagenturen nicht konsequenter ein, wenn ihre eigenen Archive als Rohmaterial für KI-Konkurrenzprodukte auf anderen Plattformen verwendet werden?
Diese Fragen gehören vor Gericht.
Ich fordere Bildagenturen öffentlich auf, zu handeln
Ich fordere Getty Images, iStock, Depositphotos, Dreamstime, Shutterstock, EyeEm, Wirestock und andere Bildagenturen öffentlich auf:
Prüft, ob eure Bilder als Image Prompts in Midjourney, Firefly oder anderen KI-Systemen verwendet wurden.
Prüft, ob daraus erzeugte KI-Bilder bei Adobe Stock oder anderen Plattformen verkauft werden.
Prüft, ob Bilder mit Model Releases betroffen sind.
Prüft, ob eure Fotografen und Models darüber informiert wurden.
Prüft, ob eure Lizenzverträge eine solche KI-Referenznutzung überhaupt abdecken.
Und vor allem: Lasst einzelne Fotografen mit diesem Problem nicht allein.
Wenn Agenturen Originalbilder verkaufen, dafür Provisionen einbehalten und gegenüber Fotografen als professionelle Rechteverwerter auftreten, dann müssen sie aus meiner Sicht auch gegen KI-Ableitungen vorgehen, die auf genau diesen Originalbildern beruhen und anschließend auf Konkurrenzplattformen verkauft werden.
Die entscheidende Frage lautet:
Schützen Bildagenturen wirklich die Rechte ihrer Fotografen und Models – oder akzeptieren sie stillschweigend, dass die Branche durch KI-Verwertung umgebaut wird, solange irgendwo neue Daten-, Lizenz- oder Plattformerlöse entstehen?
Das ist kein Kampf gegen Kreativität – es ist ein Kampf für Rechte
Ich bin nicht gegen Technologie. Ich bin nicht gegen Werkzeuge. Ich bin nicht gegen Innovation.
Aber ich bin gegen ein System, in dem KI-Unternehmen, Plattformen und große Konzerne die Werke von Fotografen, Illustratoren, Designern und Künstlern nutzen, ohne Zustimmung, ohne Transparenz und ohne faire Vergütung.
Ich bin gegen ein System, in dem Kunden glauben, ein rechtlich sauberes Stockbild zu kaufen, während im Hintergrund ungeklärt bleibt, ob dieses Bild auf fremden Werken basiert.
Ich bin gegen ein System, in dem Urheber erst selbst Beweise sammeln, Videos erstellen, Abmahnungen schreiben, Presseanfragen stellen und Gerichte anrufen müssen, während die Plattformen weiter Geld verdienen.
Aus meiner Sicht geht es um eine einfache Grundsatzfrage:
Wem gehören unsere Bilder noch, wenn jeder sie in eine KI laden, daraus Varianten erzeugen und diese Varianten anschließend wieder verkaufen kann?
Aufruf an Fotografen, Urheber, Models und Unterstützer
Ich führe diesen Kampf für mich – aber auch für alle Fotografen, Urheber, Models und Kreativen, die nicht wollen, dass ihre Arbeit heimlich zum Rohstoff einer Industrie wird, die sie anschließend ersetzt.
Wenn du Fotograf bist: Prüfe deine Bilder.
Wenn du Stockbilder verkaufst: Prüfe KI-generierte Konkurrenzbilder.
Wenn du Model bist: Frage, ob dein Model Release KI-Referenznutzung erlaubt.
Wenn du Bildagentur bist: Prüfe, ob deine Bilder als KI-Referenzmaterial genutzt werden.
Wenn du Journalist bist: Stelle Fragen.
Wenn du Kunde bist: Frage Plattformen nach der Rechtekette.
Wenn du diesen Rechtskampf unterstützen möchtest: Hilf mit.
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Jede Unterstützung hilft, Anwälte, Gerichtskosten, Gutachten, technische Beweissicherung, Recherche und Öffentlichkeitsarbeit zu finanzieren.
Es geht um mehr als ein paar Bilder.
Es geht darum, ob Fotografen, Urheber und Models im KI-Zeitalter noch Rechte haben – oder nur noch Rohstofflieferanten für Plattformen und KI-Konzerne sind.











